TYPO3 Musterprojekt - Samstag, 25. März 2017
Druckversion der Seite: Regionalentwicklung
URL: mortelgrund.de/73.html

Weiter, schneller, mehr...???

 Weiter, schneller, mehr - allein dieses Motto scheint unsere Gesellschaft voran zutreiben. Produktion und Konsum werden angekurbelt, Wegstrecken schnell und billig überwunden. Doch immer mehr Menschen spüren, dass ein unbegrenztes Wachstum nicht möglich ist. Ein „weiter so“ funktioniert nicht mehr - unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist schon heute nicht mehr tragfähig, geschweige denn ein Modell für morgen. Dieser Zwiespalt zwischen Wissen und Handeln ist allgegenwärtig, in der Politik ebenso wie im privaten Bereich. Um diese Diskrepanz zu überwinden, brauchen wir mehr Informationen und Lösungswege.

Region kontra globale Strukturen

Mit unseren Aktivitäten sollen Gegengewichte zum Globalisierungstrend geschaffen werden: Regional abgesetzt werden heute (nach Schätzung der Enquete Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre) gerade mal 5% aller Produkte.

Das heißt, es werden völlig gleichartige Produkte auf dem Weltmarkt hin und her transportiert: z.B. Spanische Tomaten nach Holland, holländische Butter nach Spanien oder Ziegel aus China nach Deutschland. Die langen Transportwege für Lebensmittel und Gebrauchsgüter aus fernen Ländern belasten die Umwelt und Frischwaren verlieren dabei an Qualität. Dagegen setzen viele, v.a. klein- und mittelständischen Betriebe, auf den Einsatz bzw. das Angebot von Rohstoffen und Produkten aus der näheren Umgebung und erhalten somit Arbeitsplätze in der Region.

… wurzeln in einer globalisierten Welt “ 

Die Welt wächst zusammen. Viele Produkte auf unserem Speiseplan kommen aus allen möglichen Ländern der Erde. Unternehmen werden zu global playern. Wo es vor einigen Jahren noch die D-Mark, den Francs, Schillinge oder Gulden gab, wird jetzt europaweit nur noch mit einer Währung bezahlt. Firmen wechseln rasant ihre Produktionsstandorte,  um dorthin zu gehen, wo die Kosten am billigsten sind. Alte Grenzen lösen sich auf. 

Globalisierung nennt man das Ganze. Im Vordergrund steht dabei ein möglichst freies Wirtschaften weltweit. Was sich auf den ersten Blick sehr verheißungsvoll anhört, ist für viele Regionen allerdings mit schweren Belastungen verbunden. Neben vielen Menschen, die von der Globalisierung profitieren, gibt es eben auch die vielen Globalisierungsverlierer.

Gerade in der Landwirtschaft sind die regionalen Bedingungen sehr unterschiedlich. Kühe lassen sich beispielsweise auf einer erzgebirgischen Bergwiese nur unter aufwändigeren wirtschaftlichen Bedingungen halten wie auf großen Weideflächen. Damit die einzelnen Regionen nicht zum Spielball der Globalisierung werden sondern ihre eigene Kultur, ihre Wirtschaftsstruktur und Lebensqualität erhalten, muss das regionale Leben und Wirtschaften gestärkt werden.

Ein erster Schritt dazu ist es, möglichst viele Dinge aus der eigenen „Nachbarschaft “ zu kaufen. Damit werden die regionalen Wirtschaftskreisläufe und somit auch die Arbeitsplätze in der Umgebung gestärkt. Die Region kann ihr „eigenes Gesicht entwickeln “ und „blutet nicht aus“. Dann macht es Spaß, dort zu bleiben, Wurzeln zu schlagen, sich zu Hause zu fühlen.

Genau diese Gedanken wolllen wir bei unseren Aktivitäten der Öffentlichkeit vorstellen.